Skoliosebehandlung nach Schroth

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Ursprung - Herkunft:

Skoliose ist eine seitliche Verbiegung der Wirbelsäule, welche mit einer Drehung der Wirbelkörper einhergeht. Die Ursachen für diese Veränderungen sind vielfältig  und unterschiedlicher Natur. Die dreidimensionale Skoliosebehandlung nach Schroth wurde von Katharina Schroth zwischen 1910 und 1920 entwickelt und ist eine deformitätsspezifische Rückenschule, die der Skoliose entgegenwirkt.

Anwendungsbereiche:

Man findet Skoliosen in Verbindung mit Lähmungen, bei Nervenerkrankungen, knöchernen Veränderungen, bei Fehlbildungen, Wirbelbrüchen, Entzündungen und Muskelerkrankungen. In den meisten Fällen lässt sich jedoch keine Ursache feststellen, hier handelt es sich um die so genannte idiopathische Skoliose.

Methode:

Die Aufgaben der Skoliosebehandlung nach Schroth sind:

  • Aktive Haltungskorrektur von Wirbelsäule und Brustkorb unter Berücksichtigung aller vorhandenen Krümmungen
  • Veränderungen des Haltungsgefühls durch selbstständige Wiederholung der Haltungskorrekturen, durch reflektorische Aktivierung der korrigierenden Haltungsmuskulatur und durch submaximale Spannung der Haltungsmuskulatur in optimaler Korrektur
  • Unterstützung der Haltungskorrektur durch die Korrektur-Atmung, welche über den langen Rippenhebel eingesunkene Rumpfanteile zu füllen vermag, das skoliotische Atemmuster korrigiert
  • sagittale Atemexkursion entgegen dem Flachrücken.

Ziel:

Tägliches, intensives Training, besonders bei Jugendlichen in der Wachstumsphase, formt ein für den Patienten optimales Haltungsbewusstsein.