Manuelle Therapie

Das OMT Kaltenborn-Evjenth Konzept ist ein physiotherapeutisches Untersuchungs- und Behandlungskonzept, das sich mit den somatischen Dysfunktionen eines Körperteiles, Körperabschnittes bzw. des gesamten Körpers befasst. Ein wichtiger Teil der Therapie ist die Instruktion des Patienten zur Selbstbehandlung. Hierzu gehören die Unterweisung in Automobilisation, Kräftigung und Koordination sowie ergonomische Hinweise. So wird der erzielte Behandlungserfolg beibehalten, Rückfälle werden vermieden.

Methode:

Die Untersuchung ist einer der wichtigsten Bestandteile des Kaltenborn-Evjenth-Konzepts.  Zunächst wird die Verbindung der Symptome des Patienten zur Quelle der Beschwerden hergestellt, es folgt die Suche nach der Dysfunktion des betroffenen Körperabschnittes und der betroffenen Struktur. Hier fließen selbstverständlich auch die Ergebnisse der ärztlichen Untersuchung ein.

Die zusammenfassende Beurteilung ergibt dann die vorläufige Diagnose, von der ausgehend die erste Behandlungssitzung geplant wird. Kontrolltests während der Behandlung dienen der stetigen Überprüfung des Behandlungseffektes. Basierend hierauf werden Diagnose und Behandlungsplan angepasst. Diese Vorgehensweise lässt es zu, eine individuelle und effektive Therapie durchzuführen.

Anwendungsbereiche:

Störungen im arthro-, neuro- und/oder muskulären System, bei denen sich die Behandlung nicht auf Grund einer Kontraindikation verbietet.

Ziel:

Ziel ist eine möglichst optimale, der Ursache angepasste Wiederherstellung der Gesundheit des Patienten unter Beachtung der individuellen physiologischen, pathophysiologischen und anatomischen Gesichtspunkte.

 

Manuelle Therapie nach Maitland-Konzept  

Ursprung - Herkunft:

Während der 50er Jahre entwickelte der australische Physiotherapeut Geoffrey D. Maitland sein manualtherapeutisches Behandlungskonzept von neuro-muskulo-skelettalen Störungen. Manuelle Therapie nach dem Mailand-Konzept ist ein überwiegend klinisch orientiertes Untersuchungs- und Behandlungskonzept.

Methode:

Im Maitland Konzept bewegen sich der Therapeut auf einer theoretischdiagnostischen und einer klinischen Ebenen. Die Grenzen dieser Ebenen sind fließend. Vorerst werden die Daten auf der klinischen Ebene erfasst. Das können Schmerz, eingeschränkte Beweglichkeit und/oder Kraftverlust sein. Ebenso gehören die Geschichte des Patienten und sein Bericht über das Problem, wie auch die Ergebnisse der Funktionsuntersuchung dazu.

Die Funktionsuntersuchung evaluiert aktive und passive Zusatzbewegungen, sowie die Ergebnisse neuraler Tests. Hier werden ebenso die aufgestellten Hypothesen überprüft. Auf der theoretischen Ebene werden die auf der klinischen Ebenen gewonnenen Daten ständig auf ihren Wahrheitsgehalt hin bewertet.

Während und im Anschluss der Behandlung wird mit dem Patienten kommuniziert. Die für das Problem verantwortlichen Strukturen werden auf dieser Basis mit genau dosierten und gezielt ausgewählten physiologischen Bewegungen, Zusatzbewegungen und anderen Techniken behandelt.

Die Behandlung, die exakt auf den Patienten abgestimmt ist, enthält zusätzlich Übungen zur Automobilisation, muskulären Rehabilitation, sowie zur Mobilisation des Nervensystems usw.