Kiefergelenkbehandlung

Das Kiefergelenk nimmt durch seine kombinierte Dreh- und Gleitfunktion als Doppelgelenk eine Sonderstellung im Körper ein. Für die Zerkleinerung der Nahrung ist ein perfektes Zusammenspiel der Zähne, des Kiefergelenks und der Muskulatur notwendig. Symptome wie Verspannungen der Kau-, Hals- und Nackenmuskulatur, Schluckbeschwerden, Kiefergelenkgeräusche und Schmerzen sowie starke Kopfschmerzen im Schläfenbereich deuten auf ein erkranktes Kiefergelenk. Hervorgerufen werden Erkrankungen des Kiefergelenks durch psychische Faktoren wie beispielsweise Stress, Überbelastung oder Probleme. Zu den Ursachen gehört aber auch das Knirschen und Pressen mit den Zähnen.

Methode:

Neben den zahnärztlichen Behandlungsmethoden der Kiefergelenkerkrankungen werden die Beschwerden unter anderem durch Mikrowellenbestrahlung, Softlaserbestrahlung, Rotlichtbestrahlung oder Injektionen von Heilanästhesiemitteln in den Kiefergelenkbereich gelindert.

Eine entscheidende Rolle in der Behandlung spielt aber auch die Physiotherapie. Hiebei wird durch manuelle Techniken eine Entlastung der Gelenke herbeigeführt. Durch krankengymnastische Übungen wird die Kaumuskulatur entspannt und trainiert sowie Halsmuskulatur entlastet. Neben den Sofortmaßnahmen ist eine Behandlung mit Aufbiss- oder Bissführungsschienen notwendig, die einseitigen Belastungen oder ungleichmäßigen Zahnkontakten entgegenwirken.

Da die möglichen Ursachen einer Kiefererkrankung vielfältig sind, sollte eine Behandlung methodenübergreifend ausgerichtet sein. Die Mitwirkung des Patienten sowie seine Selbstbeobachtung sind sehr wichtig. Entspannungstechniken wie Yoga oder autogenes Training finden in diesem Bereich immer häufiger Anwendung.