Elektrotherapie

Ursprung - Herkunft:

Schon seit dem 19. Jahrhundert ist bekannt, dass der elektrische Strom zu Heilzwecken eingesetzt werden kann. Die Wirksamkeit der Elektrotherapie ist seit 1972 wissenschaftlich nachgewiesen und anerkannt. Bei dieser Therapie wird der Körper mit elektrischen Strömen behandelt. Eingesetzt werden sowohl Gleich- als auch Wechselströme.

Anwendungsbereiche:

Die Elektrotherapie wird unter anderem zur Schmerzbehandlung, bei Durchblutungsstörungen, Erkrankungen des Bewegungsapparates, Lähmungen und Muskelschwäche angewandt.

Methode:

Je nach Erkrankung kommen verschiedene Formen der Therapie zum Einsatz. Bei der Reizstromtherapie wird mit niederfrequenten Impulsströmen gearbeitet. Die gewählten Stromimpulse unterscheiden sich – wie auch bei der Elektrogymnastik – in Intensität, Dauer und Impulsabfolge des Reizstroms.

Während bei Galvanisation konstant fließender Strom über die Haut fließt, wird bei der Kurzwellentherapie durch eine hochfrequente, entspannend kurzweilige elektromagnetische Energie im Körper Wärme erzeugt.

Bei der TENS (Transkutane elektrische Nervenstimulation) wird über die Elektroden ein schwacher Stromreiz in das Nervensystem weitergeleitet. Eine Blockade soll die natürliche Weiterleitung des Schmerzes zum Gehirn verhindern. Bei der Iontophorese wird unter eine Elektrode das Gel aufgetragen, wodurch die jeweils gleich gepolten Ionen in Richtung der Gegenelektrode fließen.

Weitere Anwendungsformen des elektrischen Stromes sind Stangerbad, Vier-Zellenband sowie die Reizstrommassage.

Ziel:

Schmerzreduktion, Druchblutungsförderung, Verbesserung der Nervenfunktion

Elektrotherapie darf prinzipiell nur von medizinisch ausgebildetem Personal durchgeführt werden.